Jahrestagung der VCI-Fachvereinigung Chemieparks/Chemiestandorte
"Optimales Umfeld für Investoren"

Die Vertreter der Betreibergesellschaften der deutschen Chemieparks trafen sich zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung in diesem Jahr in Bomlitz
Der Industriepark Walsrode (IPW) präsentierte sich bei der Jahrestagung der VCI-Fachvereinigung Chemieparks/Chemiestandorte als guter Gastgeber. Fast 30 Vertreter der Betreibergesellschaften der deutschen Chemieparks trafen sich hier zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Innerhalb des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI) vertritt die Fachvereinigung die Interessen von rund 40 Chemieparks in Deutschland. Hauptaufgabe ist die Begleitung und Kommentierung aller rechtlichen Regelungen, die Auswirkungen speziell auf Chemieparks haben. Ein weiteres Ziel ist es, internationale Investoren auf den Chemiestandort Deutschland aufmerksam zu machen und die Ansiedlung von Chemieunternehmen an den deutschen Chemieparks zu fördern.
Energiepolitik und Infrastrukturnetze waren die Kernthemen der diesjährigen Mitgliederversammlung und der einen Tag zuvor abgehaltenen Vorstandssitzung. Im Rahmen einer Werksrundfahrt nahmen die 30 Chemieparkexperten den IPW vor allem unter diesen Aspekten näher in Augenschein. „Ob Energieversorgung, Sicherheit oder Wartung und Instandhaltung, der IPW hat in punkto Infrastruktur und Technik einen positiven Eindruck hinterlassen“, fasste Alf Wilkens, Probis-Geschäftsführer und Leiter des Industriepark Walsrode, die Reaktion seiner Kollegen zusammen.
„Das Jahrestreffen diente auch dazu, sich zu aktuellen Themen abzustimmen und gemeinsame Positionen zu formulieren, die über die eigenen Grenzen hinaus dazu beitragen, den Chemiestandort Deutschland zu sichern“, sagte Wilkens, der auch Mitglied im Vorstand der Fachvereinigung ist. Mit Blick auf den IPW stellte Dr. Klaus-Dieter Juszak, Vorsitzender der Fachvereinigung und Standortleiter des Chemieparks Marl, fest, dass die Themen, die den VCI treiben und die für das Modell der Chemieparks relevant sind, auch durch den Einstieg von Dow im Industriepark Walsrode weiterhin an Bedeutung zunehmen. „Das IPW-Modell ist in der Dow-Welt anerkannt“, bestätigte Alf Wilkens.
„Das Konzept der Chemieparks ist erfolgreich und hat Zukunft“, erklärte Dr. Juszak. Die Verbundstruktur ermögliche Investoren ein optimales Umfeld, in dem sie ihre Effizienz und Produktivität steigern können. Eine zuverlässige Energieversorgung, der gemeinsame Einkauf von Rohstoffen oder die Anbindung an Forschungsnetzwerke seien wichtige Standortvorteile. Juszaks Einschätzung wird durch Branchenerhebungen bestätigt. Die Zahl der Unternehmen, die sich in deutschen Chemieparks angesiedelt haben, ist zwischen 2006 und 2008 von 840 auf 920 gestiegen. Insgesamt sind zurzeit rund 240.000 Menschen in den Chemieparks in Deutschland beschäftigt.

